Mode und Beauty: Brauche ich einen eigenen Style?

Die meisten von uns stehen regelmäßig vor einem vollen Kleiderschrank – und haben trotzdem „Nichts“ anzuziehen! Das Problem ist selten ein Mangel an Kleidung, eher ein Mangel an Klarheit und Struktur in der Garderobe und den Stylingprodukten.
Ein eigener Stil ist eben keine modische Spielerei, sondern eine bewusste und langfristige Entscheidung. Diese Entscheidung bedeutet aber auch Vorarbeit. Man muss sich einige Fragen stellen: Was steht mir eigentlich? Welches Image will ich verkaufenUnd ja auch: Wer bin ich?

Gerade in der Jugend wechselt man seinen Stil permanent, weil man noch auf Identitätssuche ist. Aber auch in dieser Dekade sind die Personen am beeindruckendsten, die sich für einen Style entschieden haben. Sie ziehen ihr Ding dann meist für Jahre hindurch und gehören zu den „Coolen“. Meist hängt der Style mit einer Musikrichtung zusammen.

Was bedeutet „eigener Style“ eigentlich?

Ein eigener Stil heißt nicht, jeden Tag gleich auszusehen oder sich starr an Regeln zu halten. Es geht vielmehr um wiederkehrende Elemente: Farben, Schnitte, Materialien und Details, in denen man sich zu Hause, man selbst fühlt, nicht verkleidet. Kleidung wird dadurch ganz extrem Ausdruck der Persönlichkeit – nicht Reaktion auf Trends.

Der größte Vorteil: Klarheit im Kleiderschrank

Wer seinen eigenen Stil gefunden hat, der kauft ganz anders ein. Regelrecht strategisch. Eine Garderobe, die auf wenigen, gut kombinierbaren Basics basiert – etwa in Farben wie Dunkelblau, Grau, Weiß oder Beige – funktioniert wie ein Baukastensystem.
Dunkelblau kann Schwarz ersetzen, wirkt oft weicher, ist wesentlich vielseitiger aber genauso elegant. Grau bringt Ruhe, Weiß Frische, Beige Wärme. Diese Farben kann man mit anderen regelrecht beliebig kombinieren.

Das Ergebnis:

  • weniger Fehlkäufe
  • mehr Kombinationsmöglichkeiten
  • weniger „Ich brauche dringend etwas Neues“-Momente

Statt ständig Neues zu suchen, greift man automatisch zu dem, was zusammenpasst. Langweilig wird der Kleiderschrank dadurch übrigens nicht, im Gegenteil: Es macht viel mehr Spaß, die Türen zu öffnen, wenn einen dort kein kunterbuntes Durcheinander erwartet.

Stil schafft Wiedererkennungswert – privat und beruflich

Ein eigener Stil ist ein visuelles Statement. Andere Menschen erkennen ihn wieder – oft unbewusst. Das hat Vorteile, im privaten Bereich, genauso wie im beruflichen Kontext.

Stehst du für deinen eigenen Stil, wirkst du im privaten Bereich überzeugender, weniger wankelmütig und wie eine Person, die einfach weiß, was sie will. Machst du jeden Trend mit, bist du nicht automatisch immer hip, sondern wirkst vielleicht unsicher, unstet und zu angepasst.

Im beruflichen Bereich hat der eigene Stil noch viel mehr positive Auswirkungen, aber hier hat man ja nicht immer die große Freiheit, sondern muss die Vorschriften des Arbeitgebers berücksichtigen. Allgemein kann hier der eigene Stil aber ein wohl durchdachter wirkungsvoller Markenfaktor werden: Wiederkehrende Farben, klare Linien, ein stimmiges Gesamtbild erzeugen Vertrauen und Professionalität – ohne laut zu sein.

Geld sparen, ohne auf Luxus zu verzichten

Paradox, aber wahr: Ein klarer Stil ermöglicht mehr Luxus! Wenn man nicht ständig neue Kleidung kauft, entsteht Spielraum für gezielte, hochwertige Investitionen:

  • eine wirklich wertvolle Uhr
  • eine hochwertige Handtasche
  • handgearbeitete Markenschuhe
  • zeitlose Accessoires von Luxusmarken

Diese Stücke kann man lange tragen und zum festen Fundus seiner Garderobe zählen. Durch die Stimmigkeit der Outfits sind teure Accessoires eher bezahlbar, als wenn man ständig alles neu zusammenstellen muss.

Ein eigener Style ist eine Entscheidung für sich selbst

Ein eigener Stil ist also gar keine Frage des Budgets, sondern der inneren Haltung.
Er steht für Klarheit, Persönlichkeit und Wertschätzung sich selbst gegenüber.

Um seinen eigenen Stil zu finden, braucht es aber auch eine klare Linie und eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Person und dem Äußeren wie Typus, Teint, Haarfarbe und Augenfarbe. Hier kann eine Stilberatung enorm weiterhelfen. Sehr wichtig dabei ist, herauszufinden, ob man ein Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Wintertyp ist.

Denn die richtigen Farbenuntertöne lassen dich auch im Winter gesund und frisch aussehen, während die falschen Farben für kränkliches, blasses Aussehen sorgen. Oder um es anders auszudrücken: Die falschen Farben machen ein und dieselbe Person zur „grauen Maus“, während sie mit den richtigen Farben eine „strahlende Persönlichkeit“ sein kann. Und das ganz unabhängig von modischen Trends.